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hilfe, wie die zeit vergeht... Zum Jahreswechsel, wird mancher nachdenklich, zu diesem heuer noch mehr Mancher zieht Bilanz und grübelt; wir freuen uns. Am 4. Januar 1986 fand das erste Familientreffen der Adoptivfamilien bei uns in Aufheim statt. Die „Rajkot-Urfamilien" Frank, Hauser, Körber, Mielke, Schumann fanden sich zusammen. 7 Kinder waren da, alle aus dem Kinderheim Balashram, alle schwarze Haare, schwarze Augen, winzig, alle mit Mama und Papa, gleich glücklich und stolz. Diese waren allerdings auch ziemlich erschöpft von den „Geburtswehen", sprich den Adoptionswirren am indischen Highcourt und Paßamt. Es gab zwar noch keinen Internationalen Sozialdienst (ISD) in Frankfurt, aber Gesprächsstoff genug über diesen Frust und Ärger, den jeder für sich, aber manche auch schon gemeinsam mit der Hilfe der anderen zu bewältigen gehabt hatten. Dem gegenüber stand, nach dem Motto „Ende gut, alles gut", durch die Distanz schon leicht verklärt, die Erfahrung mit dem Kinderheim, mit Frau Ashaben Sha, Herrn Bhanubhai Dave und Herrn Rasikbhai, dem damaligen, nicht unproblematischen Honourable Secretary. Die Frage, ob man etwas für das Heim tun könne, was und wie, trieb uns erstmals um. Bei einem weiteren Treffen, im Juni des gleichen Jahres stießen die Familien Jäger und Ulmer nach deren Adoptionserfolg, und Susanne Burkholder, eine Abiturientin des Neu-Ulmer Gymnasiums hinzu. Besonders letztere hatte nach einem Praktikum im Balashram (Kinderheim) von 3 Monaten viel zu berichten und der Gedanke der Hilfe und Unterstützung fürs Heim wurde immer konkreter. Besonders Dieter Frank, der „Audi Manager", wollte eine Systematisierung und Öffentlich mach u ng der schon fließenden Sach- und Geldspenden. Sein plötzlicher Tod, aber auch der von Sigurd Körber, erschütterte alle Eltern und führte zunächst zu einer Unterbrechung der Pläne - jedoch nicht der Adoptionen. „Zwischenzeitlich haben wir, entsprechend der indischen Geburtenzuwachsraten, mächtig zugelegt, so dass längstens nicht mehr alle alle kennen." So lud meine Frau Anne am 2. Mai 1992 wieder zu einem Elterntreffen nach Aufheim ein.
Von inzwischen 20 Familien mit 30 Kindern aus
Rajkot kamen 17 Familien mit 26
Kindern; auch die Freunde aus der Schweiz
waren erstmals dabei.
Ulmer Bürger, die in der „Friedrichsau" an
diesem Tag spazierten, trauten ihren
Augen nicht und fühlten sich am
Kinderspielplatz in die 3. Welt versetzt.
Erst am 30. April 1995, beim nächsten Elterntreffen am selben Ort und im gleichen Restaurant, wurden die Pläne in die Tat umgesetzt. Mit Berthold Brosthaus und Uwe Degenhardt fanden sich unter den Neu-Eltern die entsprechenden „Macher", ohne die eine Idee, so gut sie auch immer gemeint sein mag, nicht zu realisieren ist. Ihr Engagement, aber auch das der anderen Eltern im und neben dem Verein, der am 30. Juli 1996 ins Vereinsregister Neu-Ulm eingetragen wurde, sind der Grund, warum wir zum Jahreswechsel zwar nachdenken, aber nicht grübeln, uns aber auf jeden Fall freuen. Der Verein zählt zum 1.12. 1999, über 100 Förder-Mitglieder. Herbert Schumann
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