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Helpers of Mary
 

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Hilfe für Andheri

damit die Marys in Indien helfen können

Indien - wunderbares Land mit herrlichen Palästen, prächtigen Tempeln, faszinierender Kultur, mit paradiesischen Stränden am blauen Meer.

Doch neben all dieser Pracht gibt es auch ein anderes Indien: mehr als ein Drittel der über eine Milliarde Inder lebt in kaum vorstellbarer Armut. Tausende Kinder sterben täglich an Hunger oder an Folgen von Mangelernährung. Krankheiten, unzureichende Bildungschancen und eine zunehmende Verelendung in den Slums der Großstädte sind ein ständig wachsendes Problem.

Was ist Andheri?

Andheri ist ein Stadtteil der 18-Millionenstadt Mumbai (früher Bombay). Hier wirkte bis 1980 die aus Dülmen stammende Schwester Priscilla Lehmkuhl F.C. zusammen mit Schwester Anna Huberta Roggendorf F.C. (|1973) aus Mechernich in dem Findelkinderheim „St. Catherine's Home".

Während ihrer fast 50-jährigen Tätigkeit war Schwester Priscilla „Mutter" für mehrere tausend Kinder, aber sie kümmerte sich auch um Notleidende und Leprakranke. Sie starb 1985 im Alter von 86 Jahren in Telgte/Westfalen.

Andheri - hier ist auch die Zentrale der indischen Schwesterngemeinschaft helfers of mary, kurz Marys" genannt. Diese wurde 1942 von Schwester Anna Huberta und Schwester Priscilla gegründet. Inzwischen arbeiten mehr als 300 Schwestern in über 50 sozialen Zentren in lndien und Äthiopien in den verschiedensten Projekten gegen die Not.

„Live for Love" - „Leben für die Liebe": Unter diesem Motto steht die Arbeit der Marys für Kinder, Leprakranke und Notleidende. Sie stellen ihr ganzes Leben in den Dienst an den Armen und gesellschaftlich Benachteiligten und setzen sich aktiv für die Bekämpfung der Armut ein.

Die Marys leisten in ihren Stationen Entwicklungs­hilfe und Sozialarbeit für die Bedürftigen unabhän­gig von Religion oder Kastenzugehörigkeit. Sie erarbeiten Hilfsprogramme mit den Betroffenen und leisten dadurch Hilfe zur Selbsthilfe.

Damit ist ihr Einsatz mehr als nur ein Tropfen den heißen Stein, denn viele tausend Menschen erfahren durch die Marys Hilfe und Unterstützung und somit Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

 

Wie helfen die Marys?

Die Armut in Indien ist erschreckend. Fast die Hälfte aller Menschen lebt unterhalb der Armuts­grenze. In den Städten leben Tausende auf den Gehsteigen, Millionen müssen in menschen­unwürdigen Papphüttensiedlungen oder Slums wohnen. Außerdem gefährden Naturkatastrophen, Seuchen und Mangelernährung sehr viele der über eine Milliarde Inder.

In ihren Sozialstationen in den Slums von Mumbai, aber auch in abgelegenen Dörfern, leisten die Marys Hilfe zur Selbsthilfe. Sie unterrichten in Slumschulen und Vorschulgruppen, haben Mutter-Kind-Kurse und Alphabetisierungsklassen für Erwachsene eingerichtet, denn Bildung und Wissen sind solide Garanten für eine gute Zukunft.

Sie unterhalten kleine Kranken- und Entbindungsstationen, behandeln und betreuen Leprakranke in drei Leprazentren und sorgen in „Ashrams" für Alte und Sterbende. In mehreren Heimen versorgen sie über 2.000 Kinder, darunter auch Kinder leprakranker Eltern und an Aids erkrankte Kinder. Durch die Gründung von Frauengruppen und Kreditgenossenschaften helfen sie den benachteiligten Frauen, ihre Situation zu verbessern.

Die Arbeit der Marys zeichnet sich aus durch die Nähe zu Menschen in konkreten, persönlichen Notsituationen. Dabei werden die Armen aktiv mit in den Kampf gegen ihre Armut einbezogen. Erst wenn Menschen ihre eigene Würde erfassen und die Ursachen ihres Elends erkennen, wenn sie bereit sind, ihr Schicksal selber in die Hand zu ,nehmen, hat das Bemühen, die Armut zu überwinden, eine Chance. Dazu brauchen die Marys unsere Hilfe!

 

Ließe Freunde,

das schönste Fest Weihnachten nähert sich schnell und unsere Gedanken gehen zu Euch, unsere lieben Freunde. Wir möchten Euch unsere Wünsche für ein frohes Weihnachtsfest und ein Neues Jahr voll Friede, und Freude schicken. Möge der Stern, der über Bethlehem schien, Euer Leben im Neuen Jahr und darüber hinaus heuer machen. Verbunden mit diesen Wünschen möchten wir Euch ein GROSSES „DANKESCHÖN" sagen für alles, was Ihr während des Jahres für uns getan habt, ihr habt es uns ermöglicht, die Armen, die Bedürftigen, die Leidenden, die Traurigen und" die Obdachlosen zu trösten und ihnen zu helfen.

Zum Ende der Weihnachtszeit vergeht schon wieder ein Jahr, und. wir haben gute Gründe, uns zu freuen und Gott für dieses Jahr zu danken. Es war ein Jahr voller Gnade und Fortschritt obwohl die Naturkatastrophen, die Zerstörungen, die Probleme und Gefahren riesig waren. Das Jahr 2005 machte gleich, zu Anfang eine unauslöschliche Narbe in die Geschichte der Menschheit. Die schlimmste Tragödie, ein Tsunami, verursachte unsagbare Verwüstungen und unsagbares Leid, tötete tausende Menschen und machte Hunderte obdachlos. In dieser herzzerreißenden Lage waren die Helpers of Mary schnell zur Stelle, um die Menschen, die traumatisiert waren, zu versorgen, ihnen Hilfe und eine Unterkunft zu geben.

 

Den Schülern in den betroffenen Gebieten gaben wir Schuluniformen und Schulgeld. Wir haben auch versucht, Jugendlichen zu helfen und haben sie zur Weiterbildung geschickt, wo sie an arbeitsorientierten Kursen teilnehmen konnten. Wir sind auch involviert in die Aufgabe, den Fischern, die alles im Meer verloren haben, Geräte für den Fischfang zu besorgen, für die Überlebenden des Tsunami in Kerala haben wir schon 100 kleine Häuser errichtet, und es wird noch weiter gebaut. Der Tsunami war aber nicht das Ende der Katastrophen. Sie setzten sich fort mit den großen Überschwemmungen in Gujarat, Maharashtra und insbesondere in Mumbai. Hier waren wir auch mit Tatkraft dabei und gaben Soforthilfe, versorgten die Betroffenen medizinisch, ermutigten sie und gaben ihnen etwas Hoffnung. Das schreckliche Erdbeben in Pakistan und Kaschmir hat uns noch einmal betroffen gemacht so viele Todesfälle, so viele Obdachlose, so viele verwaiste Kinder.

Leider steigt auch ständig die Zahl der Kinder und Frauen, die HlV infiziert oder schon an ÄIDS erkrankt sind, und. sie kIopfen ständig an unsere Tür. Diese Tatsache hat uns bewogen, ein CARE Heim, für diese Kranken in Rivona, Goa zu bauen. In Vehloli eröffnen wir noch einen 2. Zufluchtsort für diese Kinder, die nur von Tag zu Tag leben.

Jede dunkle Wolke hat eine helle Seite. Ja, trotz allem Schmerzlichen, das wir erlebt haben, gab es auch viele freudige Ereignisse in unseren Kinderheimen. In den verschiedenen keimen sind mehr als 2000 Kinder untergebracht, werden versorgt und bekommen eine Schulausbildung. Viele von ihnen bekamen gute Zeugnisse und einige waren sogar Klassenbeste.

Vier unserer Mädchen haben bei uns in unserem Heim ihre Hochzeit gefeiert und noch einige haben geheiratet, nachdem sie unsere Heime verlassen hatten. Einige Waisenkinder, die Verwandte haben, sind in deren Familien wieder integriert worden. In unserer sozialen und pastoralen Arbeit vermitteln wir Christus als den Befreier und den Barmherzigen. Der Herr hat uns als Instrument benutzt, um Tausende Menschen zu berühren, die Kranken zu heilen, die Traurigen zu trösten, die Analphabeten zu unterrichten und um in den Armen, Ausgegrenzten und Unterdrückten einen Hoffnungsschimmer zu entfachen.

Ich bin euch dankbar, liebe Freunde, dass ihr eure Hände in Solidarität ausgestreckt habt, um das Leid zu lindern. Während dieser Weihnachtszeit glaube ich, dass Gott durch euch, Mensch wird und bei unseren Armen, Kindern, Alten, Kranken, Witwen und Ausgegrenzten ist. Die Gegenwart Christi kann mitten in diesen turbulenten Zeiten gespürt und sein Friede kann erfahren werden, wenn wir unsere Herzen für andere öffnen. Wenn das geschieht, wird Weihnachten Wirklichkeit.

Wir wünschen Euch

ein sehr frohes Weihnachtsfest

und ein friedvolles Neues Jahr 2006

In Ließe,

Schwester Indumati

Generaloberin der

 

Society of the Helpers of Mary

Generalate, Shraddha Vihar

Veera Desai Road, Andheri (West) Mumbai 400 058

Tel: 022-26766845

Fax: 022-26769077

E-mail: helpmary@vsnl.com